Jakob Britz holt WM-Qualifikation in letzter Minute

IMG_0740_wUnser Co-Fahrer Jakob Britz weihte beim World Series Rennen im tschechischen Jablonne Podjestedi sein neues Simlon Cirex Race-Fully würdevoll ein: Mit dem 14. Platz (Overall 17) sicherte sich das Geburtstagskind sogar die WM-Qualifikation im letzten Moment.
Vor dem Rennen war völlig unklar, wie seine Form sein würde. Einige gesundheitliche Rückschläge und Studien-Prüfungen verzögerten immer wieder den Saisonstart. Dabei wäre noch mehr drin gewesen: Bis zur Hälfte des Elite-Rennens lag Jakob an 13. Stelle, verfuhr sich jedoch bei Kilometer 65 von 100 derart massiv, dass er 7 Minuten verlor und bis 25km vor dem Ziel auf den 22. Rang zurückfiel. Zurück auf der Strecke, fuhr er das 25km-Finish in 6.-bester Zeit und konnte dadurch wieder 5 Plätze gut machen. Den Fahrern wurde beim Marathon-Rennen alles abverlangt. Kaum ein flacher Streckenabschnitt, schwere Bodenverhältnisse und ruppige Wurzel- und Stein-Abfahrten ließen die 100 km zu einer regelrechten Tortour werden. Ortskenntnisse waren von Vorteil. Viele Fahrer beendeten das „Ausscheidungsrennen“ am Ende ihrer Kräfte frühzeitig.
Gleich zu Beginn ging es „Turbo“ zur Sache: Eine 20 Mann starke Führungsgruppe um Matthias Pfrommer lag nach 10 Kilometern bereits 1 Minute vor einer 10-Mann Verfolgergruppe, in der auch Jakob fuhr. Mehr und mehr Fahrer konnten das Tempo in der ersten Gruppe nicht mehr mitgehen und sackten nach hinten durch. Nach der Hälfte des Rennens kristallisierte sich eine 9-er Spitze heraus. Dahinter 2 kleine 3-er Gruppen, in der zweiten Jakob, er konnte sich zuvor mit beherzten Einsatz bei einer längeren Abfahrt von dem größeren Feld lösen. In dieser Konstellation verlief das Rennen bis zum Anstieg „Hochwald“, dem höchsten Streckenpunkt. Dort verlor Jakob bergauf den Anschluss an Christopher Platt und Michael Giegerich. Kurz drauf übersah er ein Abbieger-Schild und verfuhr sich kilometerweit. Vorne zerpflückte sich derweil das 9-er Feld, jeder konnte nur noch sein Tempo fahren. Auch Matthias Pfrommer, der bis km 65 wie der sichere Sieger aussah, verlor auf den siegreichen Peter Herrmann im Finish gar 11 Minuten und wurde Vierter. Alle weiteren Fahrer – so auch Jakob – kamen einzeln mit Minutenabständen ins Ziel, ein Zeichen großer Erschöpfung nach dem kräftezehrenden „Sägezahn-Profil“ durch das nord-tschechische Mittelgebirge.
Für Jakob heißt es nun, fürs folgende Wochenende die Reisekoffer zu packen, dann geht es zur WM nach Laissac im französischen Zentralmassiv. Dort wird es für ihn darum gehen, weitere Erfahrungen zu sammeln in einem auserlesenen Feld von Spitzen-Mountainbikern.

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