Der Weg ist das Ziel

Unter diesem Leitmotiv machte ich mich am 10. September auf an den Bodensee um meinen 1. Radmarathon zu absolvieren.

Anmeldung
Am Vorabend des Start’s erfolgte die Anmeldung. Das Wetter war bis dahin sehr gut, jedoch änderte sich dieses schlagartig und gegen 20:00 Uhr begann es ordentlich an zu regnen. Erste Zweifel kamen auf… aber wie heißt es so schön „die Hoffnung stirbt zuletzt“.                                                                                                                                                                 Also ging es am Samstag Morgen um 6:30 Uhr zum Frühstück an den Startpunkt „Ailingen“. Noch dunkel, etwas frisch, jedoch kein Regen, nur bewölkt. Gegen 7:00 Uhr ging es dann los auf die ersten 40 km nach Sigmarszell/Schlachters durch eine hügelige Landschaft. Dort angekommen was es mittlerweile hell und man merkte, dass die Sonne durchkam – konnte also die Windjacke ausziehen. Weiter ging es 30 km nach „Altenrhein“, überwiegend flach bzw. bergab an den See. Das Wetter wurde immer besser und spätestens jetzt konnte man sich der Arm- und Beinlinge entledigen. So ging es auf eine 44 km Strecke nach „Tägerwillen“. Die Strecke war flach, jedoch sehr verkehrsreich, da wir durch Bregenz mussten. Auf den Fahrradwegen war es teilweise sehr eng. In Tägerwillen war richtig was los, da hier die drei Strecken (80 km Bronze, 150 km Silber und 220 km Gold) aufeinander trafen. Da ich mich bis hierhin sehr wohlfühlte, entschied ich mich nach einer Stärkung für die 220 km Strecke. Die 28 km nach „Stein am Rhein“ führten am Untersee entlang, zwar etwas hügelig aber sehr ruhig. Diese Route hatten wohl nicht so viele in Angriff genommen, was auch die überschaubare Anzahl an Fahrern am Kontrollpunkt bestätigte. Von dort aus ging es mit 49 km auf die längste Distanz nach Konstanz zur Fähre. Hier hatte ich das Glück, auf eine Gruppe (ca. 30 Personen) aufzufahren, mit der ich gemeinsam die dann doch teils bergige Fahrt bewältigen konnte. Bei der Ankunft am Hafen konnten wir direkt auf die Fähre. Die Überfahrt dauerte ca. 20 Minuten. In Meersburg angekommen ging es vom Schiff direkt weiter und hier wartete nach ca. 500 m eine Überraschung auf mich. Eine große Tafel machte die Teilnehmer darauf aufmerksam in den kleinen Gang zu schalten und rechts ab zu biegen. Kaum geschehen sah ich auch warum. Vor mir lag eine 16%ige Steigung, die einem jede Menge Körner abverlangte. Oben angekommen kam dann für mich die letzte Kontrollstelle. Die Verpflegung dort war aus meiner Sicht für die weiterfahrenden Teilnehmer etwas dürftig. Vom Gefühl her ging es mir immer noch gut und so ging es also auf die restlichen 29 km Richtung Start/Ziel. Die musste ich ziemlich allein bewältigen, was am Anfang auf dem offenen Feld auch noch einige Kraftreserven erforderte. Da die Fahrt durch Weinberge und Obstplantagen führte war diese auch sehr hügelig. Kurz nach 17:00 Uhr war es geschafft und ich am Ziel. Glücklich nahm ich die (Gold)Medaille entgegen und gönnte mir ein schönes alkoholfreies Weizen und eine Bratwurst. Danach ging es die restlichen 2 km zurück zur Unterkunft. Die Teilnahme war ein echtes High-Light für meine diesjährige Rad-Saison. Durch das kontinuierliche und gezielte Training über das Jahr hinweg hatte ich keinerlei Probleme weder während noch, nach der Fahrt.  Ein Dank geht also an meine Mitstreiter, die mit mir trainiert haben und auch hoffentlich in Zukunft dabei sind. Vielleicht gelingt es uns im nächsten Jahr eine solches Ereignis gemeinsam zu bewältigen.

 

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